Warum eine Top 20?

Zwei gut gelaunte Pizzabäcker, die mit ihrem Know-how und der Qualität ihrer Zutaten für guten Geschmack sorgen

Eine zufällige Recherche auf den Portalen einschlägiger Institutionen („American Filminstitute“, „Fachzeitschriften“ usw.) brachte teilweise erschütternde Ergebnisse zutage. Wieso ist es so schwierig, fundierte Bewertungen von Spielfilmen abzugeben? Liegt es an mangelndem Bewusstsein? Liegt es an der relativ jungen Kunstgattung? Wären ähnlich inkompetente Einstufungen zum Beispiel in der Musik denkbar? Würden nicht die meisten Zuhörer eines missklingenden Konzerts davonlaufen?
Welches sind nun die Kriterien für einen gut gemachten Film? Haben sie etwas mit Geschmack zu tun? Zum Teil. Aber auch der Geschmack ist nicht relativ. Ob etwas gut schmeckt oder nicht hängt letztlich von der Qualität seiner Zutaten und seiner Zubereitung ab, genauso wie bei der kunstgerechten Gestaltung eines Films.

Die Klassifikation dieser „TOP 20 der Filmgeschichte“ befolgt ausschließlich handwerkliche Kriterien. Welche sonst? Sie hat nur eine Unwägbarkeit: Hat man wirklich alle brillanten Filme sehen, alles erfassen können? Die andere Unwägbarkeit, ob nicht der ein oder andere Film im Laufe der Zeit Patina angesetzt hat, ob nicht der Eindruck, die Wirkung im Laufe der Zeit verblasst, wurde durch aktuelle Sichtungen aus dem Weg geräumt.

Was macht einen guten Spielfilm aus?

Die „Fachzeitschriften“ „Cinema“ und „FILM.TV“ führen in ihrer Bestenliste die Verfilmung von „Der Herr der Ringe“ auf Platz 1. Das ist – bei allem Respekt – schon mutig, das Ausmaß eigener Unkenntnis und seinen Hang zur Infantilität derart zur Schau zu stellen. Die „Fachzeitschrift“ „TV Spielfilm“ hat fünf Kategorien in ihrer Bewertung: Humor, Anspruch, Action, Spannung und Erotik. Der daneben platzierte Daumen – hoch, waagerecht oder unten – deutet daraufhin, dass mit der vergebenen Punktzahl auch eine qualitative Wertung verknüpft ist. Daraus ergeben sich u.a. folgende Fragen: Ist die Abwesenheit oder Existenz von Erotik ein Qualitätsmerkmal? Gerät die Abstinenz jeglichen Humors einem Film wie z.B. „Fahrraddiebe“ zum Nachteil? Wer denkt bei der vollen Punktzahl für „Anspruch“ nicht an Langeweile? Okay, dieses Modell mag für atmosphärische Hinweise taugen, aber weniger für fundierte Bewertungen.

Aber welche Kriterien sind denn relevant? Was ist denn gutes Filmhandwerk? Über allem steht folgendes Gebot: Ein Spielfilm darf den Zuschauer nie LANGWEILEN! Darunter gibt es SIEBEN Kategorien, die 7 Säulen der Filmgestaltung.