Das Filmhandwerk könnte man mit dem Gerüst eines Hauses vergleichen.

1. DAS FUNDAMENT
Vier elementare Zutaten bilden das Fundament einer spannenden und unterhaltsamen Erzählung:
1. Die Verwendung und Variation eines klassischen Erzählmotivs, also jahrtausender alter Erzählstrukturen (siehe 1. Säule: Inhalt).
2. Spannungsaufbau und Eskalation durch Suspense, heißt: Die Zuschauer erhalten mehr Informationen als Teile der handelnden Personen. Sie fungieren quasi als Komplizen des Helden (siehe 3. Säule: Dramaturgie).
3. Die Etablierung eines oder von (maximal) zwei interessanten und prägnanten Helden, denen wir praktisch überallhin folgen, deren Schicksal für die Zuschauer eine Bereicherung ist, die in Gefahr geraten und im Idealfall Schuld auf sich geladen haben (siehe 4. Säule: Figuren).
4. Die Etablierung eines ebenso skrupellosen wie hinterhältigen Antagonisten, der dem oder den Helden das Leben sozusagen zur Hölle macht (siehe 4. Säule: Figuren).
Ohne diese Zutaten droht Einsturzgefahr!
2. DIE SÄULEN
Einbetoniert in dieses Fundament sind sieben tragende Säulen, die dafür sorgen, dass das Haus sicher steht und Menschen sich darin ihres Lebens erfreuen können.

3. DAS DACH
Oberhalb dieser Säulen befindet sich das DACH des Hauses, das oberste Gebot:
KEINE LANGEWEILE!
Es ist Vieles erlaubt, aber die ist verboten! Das Dach soll die Menschen vor Kälte und Unwetter schützen, also vor Larmoyanz, Schnickschnack, Eitelkeiten, Infantilitäten, Nihilismus, Wirrwarr usw.
Dieses Gerüst sollte sinnvollerweise Grundlage bei der Gestaltung und Beurteilung von Spielfilmen sein.
Und nun: Vorhang auf für die 7 Säulen der Filmgestaltung …
Relevante Literatur
(Wenn Praktiker aus dem Nähtäschchen plaudern)


