Kick-Ass

Diese durchgeknallte Actionkomödie von Matthew Vaughn macht richtig Spaß. Der Plot hat einen ganz irdischen Ursprung. Nicht nur das ist ein großer Vorteil. Der 17-jährige Held, Dave Lizewski (Aaron Johnson), fühlt sich in seinem Leben als Loser. Sein Traum ist es, ein Superheld zu sein und das Herz der hübschen Katie zu erobern. Also, bestellt er im Internet ein Supermann-Kostüm und zieht als Kick-Ass los, um die Welt vor dem Bösen zu bewahren, was natürlich in die Hosen geht.

Die Geschichte

Angeführt vom Ich-Erzähler stimmt der Film einen rotzfrechen Grundton an und legt ein furioses Erzähltempo vor. Daves Bemühungen rufen nämlich andere verkleidete Superhelden – Big Daddy (Nicholas Cage) und Hit-Girl (Cloe Grace Moretz) – auf den Plan, die sich einem Rachefeldzug gegen Gangsterboss Frank d’Amico verschrieben haben. Damit sind alle Figuren im Spiel und es kann ordentlich zur Sache gehen. Erfreulicherweise haben die Filmemacher mit Moral oder Political correctness nicht allzu viel am Hut. Hier dominiert eher die Ruchlosigkeit, die sich in slapstickhafter Situationskomik, auch mal in feuchten Tagträumen oder wilden Ballereien ausdrückt.

Schwarzer Humor

Fragwürdige Grenzüberschreitungen zur Geschmacklosigkeit werden einfach in Kauf genommen. Der Humor ist schwärzester Couleur, manchmal auch blutrot. Die Hemmungslosigkeit, mit der hier zu Werke gegangen wurde, ist vorbildlich. Die Gangster – allen voran Boss d’Amico und Sprössling Chris aber auch alle anderen – sind hervorragend gecastet. Man schaut ihnen gern dabei zu, wie ihre Bemühungen ein ums andere Mal scheitern und sich ihre Reihen lichten.

Finale

Ein Schwachpunkt ist Katies Reaktion auf Daves Eingeständnis, doch nicht schwul zu sein. Im Film bleibt das folgenlos. In der Comicvorlage wendet Katie sich von Dave ab. Das ist origineller, dramatischer und besser. Mit Heteros will sie eben lieber nichts zu tun haben. Insgesamt ist die Story von „Kick-Ass“ schon ein bisschen gaga und nicht besonders tiefschürfend, aber ansonsten: Kintopp at its best.

7 Emojis zur Bewertung eines Spielfilms stellvertretend für die 7 Säulen der Filmgestaltung, hier 5 blaue Smileys und 2 schwarze traurige Gesichter für Kick-Ass.

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Die sieben Samurai

„Die sieben Samurai“ ist einfach der Hammer! Das Actiondrama entführt den Zuschauer wie in einem Science-Fiction-Film in eine völlig fremde Welt mit anderen Regeln, Geboten und Widrigkeiten. Die Geschichte spielt im Japan des 16. Jahrhunderts und hat einen ganz einfachen Plot: Die Bauern eines kleinen Dorfes werden regelmäßig von grausamen Banditen überfallen. Zur Verstärkung engagieren sie sieben Samurai, mit deren Hilfe sie nach einem gnadenlosen Kampf die Angreifer bezwingen können.

Dramaturgie

Wie Akira Kurosawa hier über drei Stunden (!) die Spannung aufbaut, eskaliert und bis zum Anschlag treibt, ist schon grandios. Kunstgerecht wird die tödliche Gefahr in Gestalt der marodierenden Räuberbande sofort etabliert. Über drei Stunden ist sie ständig präsent, in den Beratungen der Dorfbewohner, in der Suche nach Hilfe, im Bau von Befestigungsanlagen, im Waffen-Training, in den Konflikten zwischen Bauern und Samurai bis zum finalen Kampf.

Wendungen

Kurosawa baut etliche Wendungen und Überraschungen ein, die die gesellschaftliche Spaltung zwischen den armen Bauern und der Kriegerklasse der Samurai deutlich machen. Zum einen fühlen diese sich verraten, als sie eine Rüstung von einem offensichtlich erschlagenen Samurai entdecken. Zum anderen fühlen die Dorfbewohner sich bedroht und haben Angst um ihre Frauen. Bei den Kampfszenen setzte Kurosawa zeitgleich mehrere Kameras ein und schuf so eine unglaubliche Dynamik.

Held

Der eigentliche Star des Films ist Kikuchiyo (Toshiro Mifune), der eigentlich gar kein Samurai ist, sondern bäuerlicher Herkunft. Gerade deshalb kann er die Ängste und Nöte der Dorfbewohner verstehen. Er zeigt genauso viel Verständnis wie er ihnen ihre Versäumnisse vorhält. Die Härte und Schonungslosigkeit der Dialoge wirkt im Kontrast mit der kulturell bedingten Unterwürfigkeit der niederen Kasten noch intensiver. Von diesem Meisterwerk gibt es etliche Remakes. Wobei sich eigentlich gar nicht die Frage stellt, ob es nicht klüger wäre, davon lieber die Finger zu lassen. Eigentlich kann man dabei nur verlieren, pekuniäre Kriterien mal außen vor gelassen. Das veranschaulicht zum Beispiel die lachhafte Neuauflage „Die glorreichen Sieben“ von John Sturges.

Finale

Am Schluss von „Die sieben Samurai“ ziehen die überlebenden Krieger weiter. Sie werden nicht mehr benötigt. Ihre Kaste ist dem Untergang geweiht, visualisiert durch einen Schwenk über die Gräber der gefallenen Samurai. Anstelle von Kreuzen stecken ihre Schwerter aufrecht in den Gräbern. Das ist das Drama: Die Samurai haben für eine handvoll Reis ihr Leben aufs Spiel gesetzt, es entweder verloren oder stehen nun mit leeren Händen da. Ganz großes Kino!

7 Emojis zur Bewertung eines Spielfilms stellvertretend für die 7 Säulen der Filmgestaltung, hier 7 blaue Smileys und 0 schwarze traurige Gesichter für Akira Kurosawas Die sieben Samurais.

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